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Die besten Barber Shops Deutschlands Barbershop Cologne aus Köln

Ein Barber Shop wie er im Buche steht. Das ist der Barbershop Cologne aus dem belgischen Viertel in Köln. An dem Barber Shop vorbeizugehen ist ein Ding der Unmöglichkeit – und das geht nicht nur Männern so.

Barbershop Cologne

Zum einen dient der wenig dezente, aber wunderschöne Pickup vor dem Barber Shop als ultimativer Blickfang – natürlich gebranded. Denn die Jungs verstehen was von Marketing.

Zum anderen ist die Lage des Barber Shops einmalig. Das belgische Viertel – DAS Szeneviertel schlechthin in Köln - quillt nur so über von rasier-willigen Vollbärten. Ein Hipster (ja, wir wissen, es ist das böse H-Wort) jagt den nächsten. Und der Wunsch gepflegt auszusehen, ohne endlos Zeit im Bad zu verbringen, ist allgegenwärtig. Also dachte sich Marco vom Barbershop Cologne „Warum nicht mitten im Szeneviertel einen Barber Shop eröffnen und damit das fortführen, was in Italien nie aufgehört hat: das Barbier sein?"

Was sich so einfach anhört war ein ganzes Stück Arbeit.

Marco vom Barbershop Cologne: „Erstmal haben wir ein gutes halbes Jahr nach der passenden Location gesucht. Dann habe ich den Laden schon ein gutes dreiviertel Jahr vorher angemietet und viele behördliche Hürden mussten überwunden werden.“

Aber wie das immer so ist – mit dem Anmieten der Immobilie ist es nur selten getan.

Marco vom Barbershop Cologne: „Wir mussten natürlich renovieren und die ganzen Möbel organisieren. Nachdem der Ort des Geschehens feststand, konnte ich anfangen, die wichtigsten Dinge wie z.B. Möbel und die Stühle zu bestellen.“

Und auch hier war es mit einem Besuch im Kölner Möbelhaus nicht getan. Denn Marco vom Barbershop Cologne war die Inneneinrichtung – oder auch neudeutsch Interior Design – sehr wichtig.

Marco vom Barbershop Cologne: „Zum Teil lief die Bestellung über einen befreundeten Antiquitätenhändler, dem der Apothekenschrank gehört hat. Die Stühle haben wir unter anderem in Italien anfertigen lassen. Und dann die ein oder anderen gesammelten Werke gesucht, gefunden oder auch anfertigen lassen.“

Eine dermaßen coole Location mitten im Szeneviertel gleicht einem 6er im Lotto. Aber die Suche hat sich definitiv gelohnt, denn Köln hat sein ganz eigenes Flair, findet Marco vom Barbershop Cologne.

Marco vom Barbershop Cologne: „Ich glaube, dass in Köln grundsätzlich die Kundschaft anders ist als in den anderen Städten. Düsseldorf hat beispielsweise ein anderes Kundenklientel als Bonn. Und Essen hat wieder ein anders Kundenklientel. Die sind nicht besser oder nicht schlechter, nur anders. Selbst für Kölner Verhältnisse ist das belgische Viertel sehr speziell. Hier pflegt man noch gute Nachbarschaft. Man setzt sich abends nach Feierabend noch auf ein Bier zusammen und lässt den Abend gemeinsam ausklingen. Wir sind im Prinzip wie die Stammkneipe für das ganze belgische Viertel. Hier trifft man sich nicht nur zum Haare schneiden. Einfach weil es Spaß macht.“

Abgesehen von der Nachbarschaft ist Köln auch in Sachen Bart eigen.

Marco vom Barbershop Cologne: „Köln ist eine Vollbartgeschichte. Ich persönlich bin immer noch der Ansicht, dass sich langfristig der Schnurrbart durchsetzen wird. In Holland sieht man ohne Ende Schnurrbärte. In allen Ländern gibt und gab es schon immer eine starke Barber Kultur. In England, in Holland, in Italien, in Spanien - überall gehört das zum täglichen Leben dazu. In Deutschland gibt es jetzt eine Renaissance - das ist gut. Da freuen wir uns natürlich drüber. In Holland ist auch der Schnurrbart schon salonfähig. Hier eben noch nicht. In Köln tragen 90 Prozent der Kundschaft Vollbart. Das sehen wir auch an den Produkten, die wir verkaufen. Das ist in Köln vielleicht spezieller. In Düsseldorf oder in Frankfurt sind die Männer oft blank rasiert – was ja auch völlig ok ist. Hier sind halt die Holzfäller-Typen, die Künstler und die Musiker.“

Und diese fühlen sich offensichtlich sehr wohl in dem Barbershop Cologne. Die Liebe zum Detail ist in jedem Quadratzentimeter des Barber Shops zu erkennen. Die ausgewählten Bilder an der Wand erzählen Geschichten – Geschichten von Patrizio, Salvatore und Marco. Hier ist ganz viel Italien drin. An der einen Wand hängt der Vater. An der anderen der Uropa.

Marco vom Barbershop Cologne: „Die Jungs hier haben das Handwerk von der Pike auf gelernt und sind ‚nicht die klassischen Friseure’. Durch die italienische Herkunft ist es so, dass schon der Papa und der Opa und der Uropa Friseure waren. In Italien gibt es den Barbier ja noch. Das Handwerk wurde über Generationen weitergegeben. In Italien gibt es „Frisurenmacher“ und Barbiere. Da gibt es keine Ausbildung wie hier in Deutschland, aber man lernt die Skills, die man später braucht. Ein Herrenfriseur muss keine Dauerwellen machen können. Die Deutschen haben sich dafür entschieden, sowohl Frauen- als auch Herrenfrisuren mit in die Ausbildung zu integrieren. Am Ende können die Friseure nichts richtig und das ist das Problem.“

Von einem Frauenfriseur distanziert man sich hier ganz klar und deutlich. Frauen haben hier nichts zu suchen.

Marco vom Barbershop Cologne: „Bei uns werden keine Frauen frisiert und sie haben auch keinen Zutritt. (Er lächelt.) Ganz einfach weil die Gesprächsthemen dann anders wären. Die Männer hier trinken ein Bier, dürfen reden, wie sie wollen und möchten auch keiner Frau schöne Augen machen. Unsere Jungs hier sollen Spaß am Arbeiten haben und gute Qualität abliefern. Das kostet dann auch schon mal Preis X. Ich bin kein Freund von der Geiz ist geil-Mentalität.“

Frauen müssen also leider draußen bleiben. Für Marco besteht der Hauptunterschied zwischen Mann und Frau beim Barber-Besuch darin, dass Mann weniger diskutiert als Frau.

Marco vom Barbershop Cologne: „Der Mann diskutiert weniger als die Frau. Die Frau zeigt ein Foto einer anderen Frau und möchte dann genau diese Frisur. Der Mann möchte von uns eine Empfehlung und lässt sich dann auch darauf ein. Im Schnitt geht ein Kunde schon zwischen 50 und 100 Euro hier raus. Die Männer hier sind sehr pflegebewusst und fragen auch, ob und wie sie ihren Bart waschen und pflegen müssen.“

„Der Mann diskutiert weniger als die Frau“ – wie Recht er doch hat. Alles in allem haben wir uns im Barbershop Cologne nicht nur verstanden, sondern auch sehr gut aufgehoben und willkommen gefühlt. Vielen Dank, Jungs, für dieses tolle Interview!

Hier geht's lang zum Barber Shop:

Brüsseler Straße 90

50672 Köln

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