Newsletter bestellen und Vorteile sichern!
Ein Mann hält ein Kind auf dem Arm
©istockphoto.com/PeopleImages

Chief Executive Babystar Väter in Elternzeit

Arbeitest du noch oder wickelst Du schon? Eine Frage, die vor wenigen Jahren allenfalls für skeptische Männer-Mienen sorgte, ist heute berechtigter denn je. Väter in Elternzeit sind längst keine Ausnahme mehr. Aber wie kommt’s?

Während 2006, vor Einführung des Elterngeldes, nicht mal vier Prozent der Cool Daddy’s Schreibtisch gegen Wickeltisch tauschten, nimmt sich heute jeder dritte Vater eine Auszeit im Job um Zuhause zu bleiben.

Woher kommt der plötzliche Windel-Wandel?

Daddy´s, Was geht?

Wer sich heute entschließt eine Babypause einzulegen, sollte wissen was für Möglichkeiten und Rechte er hat, um die Vaterrolle mit Bravur zu meistern. Das gilt neben der perfekten Brei-Rezeptur auch oder gerade für die Möglichkeiten am Arbeitsplatz. Liebe werdende Väter in Elternzeit, hier also die wichtigsten Infos in mundgerechten Häppchen:

Failed! Denn Elternzeit bedeutet „unbezahlte Freistellung vom Job samt Kündigungsschutz“ und hat mit Geld erst mal nix zu tun.

  • Mit jedem Kind haben Mom & Dad das Recht auf 3 Jahre Elternzeit.
  • Einzeln, gleichzeitig, nacheinander... die Zeit kann relativ frei gestaltet werden.
  • Nimmt man sie bis zur Vollendung des 3 Lebensjahres ist keine Zustimmung des Arbeitgebers nötig.
  • Nur die Zeiträume innerhalb der ersten 2 Jahren müssen festgelegt werden.
  • Stimmt der Arbeitgeber zu, kann auch ein Teil der Elternzeit (max. 12 Monate von 3 Jahren) zu einem späteren Zeitpunkt genommen werden. „Später“ heißt in dem Fall zwischen dem 3-8 Geburtstag des Kindes.
  • Während und wegen der Elternzeit darf nicht gekündigt werden.
  • Rechtzeitig vorher und aus anderen Gründen schon!
  • Das Zeitfenster für den Antrag auf Elternzeit sollte also sinnvoll gewählt werden. Dafür eignet sich genau eine Woche!
  • Wie kommt’s? Der Sonderkündigungsschutz beginnt acht Wochen vor dem Start der Elternzeit und der Arbeitgeber muss sieben Wochen vor Beginn der Windelära Bescheid wissen, macht: exakt eine Woche!
  • Tipp: Diese, liebe werdende Väter in Elternzeit, solltet ihr Euch am besten direkt rot im Kalender markieren!

Elternzeit, Elterngeld... ist das nicht das Gleiche?

Das Elterngeld

  • Das Elterngeld ist eine finanzielle Unterstützung vom Staat für Familien mit kleinen Kindern und gibt’s in der Form seit 2006.
  • Mit ihm bekommt man bis zu zwei Drittel des entgangenen Einkommens ausgezahlt.
  • Bleibt ein Elternteil zu Hause, erhält man es für 12 Monate.
  • Der Partnerschaftsbonus winkt, wenn sich beide Elternteile in die Elternzeit stürzen.
  • In dem Fall wird das Elterngeld zwei Monate länger ausbezahlt, sprich 12+2, auch „Partnerschaftsmonate“ genannt.
  • Die 14 Monate können am Stück aber auch gestreckt ausbezahlt werden indem z.B. 28 Monate lang halbes Elterngeld bezogen wird.

Der Partnerschaftsbonus

Coming Soon: Elterngeld Plus

  • Neu in diesem Jahr: Das Elterngeld Plus kann von Eltern beantragt werden, die ihr Kind nach dem 1. Juli 2015 kriegen.
  • Ziel des Elterngeld Plus ist es, Elternzeit und Teilzeitarbeit besser unter einen Hut zu bekommen und ist vor allem für Eltern, die nach der Geburt direkt wieder in Teilzeit arbeiten möchten.
  • Sie können das Elterngeld Plus doppelt so lange beziehen wie das bisherige Elterngeld. Es gilt: Ein Elterngeldmonat sind zwei Elterngeld Plus-Monate.
  • Die Summe des Elterngeld Plus beträgt max. die Hälfte des Elterngeldes.
  • Entschließen sich beide Eltern wieder in die Arbeitswelt einzusteigen und für vier Monate gleichzeitig zwischen 25- 30 Wochenstunden in Teilzeit zu arbeiten, haben sowohl Mom, als auch Dad den Anspruch auf vier zusätzliche Bonusmonate.
  • Gleiches gilt für alleinerziehende Eltern. Arbeiten Sie an vier aufeinanderfolgenden Monaten zwischen 25 - 30 Wochenstunden in Teilzeit, stehen natürlich auch ihnen die Bonusmonate zu.
  • Elterngeld und Elterngeld Plus lassen sich flexibel miteinander kombinieren.
  • Weitere Infos und Rechenbeispiele gibt’s hier .

Aber nun mal Hand auf’s Herz und Tacheles: Ist die klassische Rollenverteilung echt passé, sind die Oldschool-Ernährer vom Aussterben bedroht? Nicht wirklich. Ein prüfender Blick verrät: Es gibt zwar weitaus mehr Väter in Elternzeit, Tendenz steigend, die meisten von ihnen verbringen allerdings nur die +2 Partnerschaftsmonate an der Windelfront. Ob aus Angst vorm Karriere-Knick, auf Grund der finanziellen Situation oder wegen der Muttis, die das Sagen doch nicht ganz abgeben wollen... verratet es uns, ihr Väter in Elternzeit!

Daddy Cool: Vatertag als Actiontag

Vatertag – das ist auch Herrentag oder Männertag. Ein Grund zum Feiern mit allen, die Ihnen am Herzen liegen. Und weil es sich gemeinsam besser feiert, dürfen sich an diesem Tag auch kleine Kerle mit Ihren Vätern ganz groß fühlen.

Jour fix mit Toddler & Teddy